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Reisen & Freizeit

Down under, Teil 2 – "Back in Switzerland"

Ich sitze auf unserer Terrasse, die Sonne scheint, doch die Herbstkälte zwingt mich, meinen Pullover überzuziehen. Die Melodie meines Didgeridoos erinnert mich an die vergangenen 6 Monate in Australien. Ich bin wieder zurück in der Schweiz.

Am Anfang meiner Reise waren schon einige Zweifel da, ob ich als Hämophiliekranker in einem fremden Land, auf einem anderen Kontinent, selber zurechtkomme. Doch diese Zweifel wurden von der Vorfreude verdrängt, war es doch eine zu schöne Zeit, die vor mir lag. 

Und so kam es auch während den gesamten 6 Monate in down under hatte ich nie Probleme, die meine Krankheit betrafen. Vor allem in Gesprächen mit Australiern, Asiaten oder anderen Personen aus fremden Kulturen, habe ich gemerkt, wie bekannt die Bluterkrankheit ist. Die einzige Herausforderung bestand darin, meine Medikamente während der Hitzezeit durch das Outback von Australien zu transportieren. Es war nicht aussergewöhnlich, dass es in unserem Mietauto weit über 30° heiss wurde. Doch mit Hilfe einer raffinierten Kühlbox und einem kleinen Kühlschrank im Auto konnte ich die Präparate stets gekühlt lagern.

Über 16‘000 km haben wir zurückgelegt, «it’s a bloody long way»…. Doch selbst die über 3‘000 km lange Strecke auf dem Stuart Highway (Adelaide-Darwin), war eine eindrückliche Fahrt durch das «middle of nowhere». 

Australien ist ja bekannt als ein Land mit zahlreichen exotischen Tierarten, so haben wir in der Wüste von Kängurus bis zu Dingos alles angetroffen. Im Norden wird wegen der Krokodile und des box jelly fish der Badespass etwas getrübt. Giftige Schlangen und Spinnen und friedliche Kualas und Turtles bekommt man an der Ostküste schon ab und zu vor die Kamera. Im kälteren Süden ist es wegen des grossen weissen Haies beim Surfen ratsam, die Augen offen zu halten.

Um die Strapazen der langen Reise zu verarbeiten, flogen wir noch für 10 Tage nach Fiji Island. So schön Australien auch ist, Fiji ist mit seinen Trauminseln das Paradies auf Erden. Kristallklares Wasser, Strände wie aus dem Bilderbuch und einige der schönsten Korallenriffs der Welt machen Fiji zu einem Traumziel.

Doch alles geht einmal vorüber, das einzige, was bleibt, sind die schönen Erinnerungen und über 20 Gigabyte Fotos von meiner Digitalkamera.

Martin Blaser

Letzte Änderung: 28.01.2009
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