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Hämophilie-Lager

Abenteuer-Hämophilielager 2007

Unser Lager fand dieses Jahr statt vom 28. Juli bis 4. August im Ferienhaus Erlensand in Gluringen im Obergoms, einem zwar älteren, aber sehr schön ausgebauten, grossen Haus in ruhiger Lage unmittelbar am Oberlauf der Rhone. 

An Spitzentagen tummelten sich dort gut 35 Personen, darunter 24 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Hämophilie. Das Lager hatte kein besonderes Thema, sondern sollte den jungen Besuchern einfach wieder die Gelegenheit bieten, Kontakte mit möglichst vielen, anderen Betroffenen zu knüpfen, gemeinsam etwas zu unternehmen, Spass zu haben, ihr Wissen und Können im Bereich der Hämophilie zu erweitern und mit all dem einen weiteren Schritt in Richtung auf die eigene Selbständigkeit und Unabhängigkeit hin zu machen.

Das Wetter war uns dieses Jahr für einmal sehr wohl gesinnt, so dass wir viele reizvolle Ausflüge in der Umgebung machen konnten: Wanderungen durch die Wälder entlang der Rhone (für einige allerdings viel zu anstrengend..) mit obligatem Pick-Nick, Besuche von Freibad, Segelflugplatz und Minigolfanlage und eine Schatzsuche im bekannten Steinbruch im Binntal.


wandern


Sehr viel Zeit verbrachten wir aber auch einfach im Haus und dessen direkter Umgebung, wo ein kleines Bächlein und ein Spielplatz unsere Jüngsten zum Spiel animierten, während die Wiese vor dem Haus eher die Grossen anzog und zudem täglich Schauplatz des gemeinsamen Morgenturnens und des beliebten Karatetrainings war. Wenn es draussen zu kühl wurde, verschoben sich die Aktivitäten in die Aufenthaltsräume, wo gebastelt und gespielt und wo auch die Injektionen gemacht wurden.

In diesem Jahr schafften es wieder vier tapfere, junge Teilnehmer, sich im Lager erstmals selber zu stechen. Wie immer in den letzten Jahren wurden alle Jungs abermals von Marco und seinem Team genauestens untersucht und ausgemessen. 

Am ersten August mussten die Kids allerdings schweren Herzens auf die wilde (und all zu gefährliche) Knallerei verzichten, wie es sie noch letztes Jahr gegeben hatte ... dafür kamen wir in den Genuss eines fachmännisch zusammengestellten, spektakulären Feuerwerks!


Spielen


Alle Teilnehmer werden sicher zu Hause noch viel, viel mehr zu erzählen haben, zum Beispiel über die hervorragenden Kochkünste von Sandra Zoni und Camilla Wensing, das Sprachwirrwarr, die eine oder andere Heimweh-Träne an den ersten Abenden, ausgedehnte Diskussionen der Jugendlichen (vor allem zu später Stunde), wildes Seifenkicken in der Dusche, Wettschiessen mit dem Luftgewehr, Holzbearbeitung mit dem Messer, die Karateprüfung mit Medaillenverteilung am letzten Tag, und noch Unzähliges mehr.


Kampfsport


Erfreulicherweise gibt es auch aus diesem Lager nichts zu berichten über ernsthafte Verletzungen oder andere Probleme, abgesehen vielleicht von der betrüblichen Tatsache, dass auch dieses Lager für fast alle wieder all zu schnell vorüber war ... Dafür dürfen alle schon vom nächsten Lager träumen!

Für mich war es wieder eine Freude zu sehen, wie sich vom ersten Tag an wieder die typische, familiäre «Hämolagerstimmung» verbreitete und mit wie viel Begeisterung und Einsatz die Leiterinnen - angeführt von Camilla - und das Sportteam aus Jena an die Arbeit gingen. Es ist mir schliesslich auch ein grosses Anliegen, unseren Sponsoren herzlich zu danken, welche unser Lager finanziell aber auch mit persönlichem Engagement unterstützt haben. 

Dr. Rainer Kobelt


Letzte Änderung: 18.02.2007
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